Ich liege in meinem Himmelbett und schaue mich um. Es ist dunkel, eigentlich eher dämmrig obwohl Mitternacht schon rum ist. Die Nacht liegt blau über dem Rasen und Häuser die Geräusche der Nacht sind so laut – weil alles andere ruhig ist.
Im Haus nebenan lässt jemand schnarrend den Rolladen herunter. Eine Klospühlung rauscht. Nach und nach verlöschen die Lichter hinter den Fenstern. An meinem Kopfende steht das Tomatenhaus, zu meinen Füßen der Kirchbaum und hinter dem Komposter raschelt es unaufhörlich.
Ich liege in meinem Himmelbett und fühle mich meiner Umgebung ausgesetzt. Alles ist so nah, keine Wände, keine keine Decke. Direkt neben mir fängt alles an was außerhalb ist. Ich bin gespannt. Hörche auf das rascheln, schaue auf die Lichter. Schlaf? Nicht im Traum!

Bis ich irgendwann hinter den Geräuschen wieder das Rauschen der Stadt höre. Bis das Rascheln am Kompost sich gewohnt anfühlt. Bis meine Augen nicht mehr die Lichter in den Häusern sehen, sondern die Sterne auf dem mattblauen Himmel.
Ich liege in meinem Himmelbett und schaue in den Himmel. Und ich fühle mich meiner Umgebung so verbunden, weil ich ein Teil darin bin, ganz selbstverständlich. Mein ruhiger Atem, der Wind der die Blätter im Kirchbaum zum rauschen bringt. Und mein Herz geht auf, so weit wie der Himmel über mir.


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